News

News

Katzen: Domestikation und Einfluss auf das Gehirnvolumen

Die Anpassung an ein Leben mit Menschen hat Verhalten, Aussehen und Anatomie von Hauskatzen nachhaltig verändert. An charakteristischen Merkmalen wie weißen Fellflecken und zutraulichem Verhalten (geringere Stressreaktion gegenüber Menschen) lassen sich Haus- und Wildtier leicht voneinander unterscheiden. Um den Mechanismen der Haustierwerdung auf den Grund zu gehen, müssen jedoch auch weniger auffällige Merkmale, wie Veränderungen am Schädel, untersucht werden. Laut einer aktuellen Studie konnten Wissenschafter:innen der Vetmeduni in Kooperation mit Expert:innen der National Museums Scotland bestätigen, dass im Laufe der Katzendomestikation eine Reduktion des Gehirnvolumens stattgefunden hat: Domestizierte Katzen weisen kleinere Gehirnvolumina auf, als ihre wilden Vorfahren, die Nordafrikanische Falbkatze.

Eine 1.000 Lichtjahre große Blase ließ die Sterne in unserer Umgebung entstehen

Die Erde und unser Sonnensystem befinden sich in einer sogenannten Lokalen Blase, einem staubfreien Raum gefüllt mit heißem Gas, mit einem Durchmesser von etwa 1.000 Lichtjahren. An ihrem Rand befinden sich tausende junge Sterne. Ein internationales Team an Astronom*innen unter Mitarbeit von João Alves und seinem Team von der Universität Wien zeigte nun, wie man die Evolutionsgeschichte unserer galaktischen Nachbarschaft rekonstruieren kann. Die Arbeit der Forscher*innen wurde im Fachmagazin Nature publiziert.

Im Kopf des Dinosauriers: Ankylosaurier war träge und schwerhörig

Deutschen und österreichischen Wissenschaftler*innen gelang es, in das Gehirn eines Dinosauriers aus Österreich zu blicken. Unter Federführung des Departments für Paläontologie der Universität Wien fand die Gruppe mit Hilfe eines hochauflösenden Computertomographen Erstaunliches: Der Ankylosaurier war behäbig und hörte schlecht. Ihre Erkenntnisse wurden im Fachjournal Scientific Reports publiziert.

THE World University Rankings 2022

Das Times Higher Education World University Ranking 2022 umfasst mehr als 1.600 Universitäten in 99 Ländern und bewertet die Leistung einer Hochschule in vier Bereichen: Lehre, Forschung, Wissenstransfer und internationale Perspektiven.

Die besten Studentenstädte weltweit 2022

Der jährlich veröffentlichte QS Best Student Cities Index zeigt die besten städtischen Destinationen für internationale Studierende, die auf einer Vielzahl von Indikatoren basieren, die in folgende Schlüsselkategorien eingeteilt sind: Universitäts-Rankings, Studenten-Mix, Attraktivität für Studenten, Arbeitgeber-Aktivität, Erschwinglichkeit und "Student View".

Vagabundierende Himmelskörper lassen in die Entstehung von Sternen und Planeten blicken

Bei Beobachtungen in einer der sonnennächsten Sternentstehungsregionen entdeckte ein Team internationaler Astronom*innen die bisher größte Ansammlung freischwebender Planeten. Diese Himmelskörper kreisen um keinen Stern und sind wegen ihrer geringen Helligkeit enorm schwer zu finden. Die große Zahl der nun aufgespürten Planeten gibt Aufschluss über den Entstehungsprozess von Sternen und Planeten und stellt einen wichtigen Anhaltspunkt für künftige Forschungen dar. An der erstaunlichen Entdeckung war Núria Miret Roig vom Institut für Astrophysik der Universität Wien beteiligt. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Nature Astronomy veröffentlicht.

Weltweit ältester Stammbaum liefert neue Einblicke in Begräbnistraditionen und Verwandtschaftsverhältnisse in der Jungsteinzeit

Durch die Analyse von alter DNA (aDNA) gelang es internationalen Forscher*innen unter Beteiligung von Ron Pinhasi und seinem Team von der Universität Wien den bisher ältesten Stammbaum der Welt zu rekonstruieren. Die Proben dafür stammen aus einer neolithischen Gräberanlage in Großbritannien. In ihrer Studie im Fachmagazin Nature konnten die Forscher*innen auch bisher Unentdecktes über die Grabtraditionen von vor 5.700 Jahren zeigen. Eine weitere Studie auf aDNA-Basis lieferte außerdem überraschende Erkenntnisse über Migrationsströme ins bronzezeitliche Großbritannien.