Sonnenschirm hilft bei der Suche nach einer zweiten Erde
Die Beobachtung von Exoplaneten bringt einige Herausforderungen mit sich. Insbesondere Planeten, die der Erde ähneln, sind sehr schwer zu untersuchen, da sie nur schwach leuchten und von ihrem zugehörigen Stern überstrahlt werden. Nun hat ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung von Stefan Kimeswenger, Astrophysiker an der Universität Innsbruck, einen neuen Ansatz untersucht: Ein großes, erdbasiertes Teleskop soll mit einem im Weltraum kreisenden „Sonnenschirm“ kombiniert werden, der das Licht des Sterns gezielt ausblendet.
Uralte Symbiose zwischen Pflanzen und Pilzen: Wichtige Hinweise für nachhaltige Landwirtschaft
Fast alle Pflanzen leben in einer engen Gemeinschaft mit sogenannten Mykorrhiza-Pilzen – eine wichtige Symbiose, um essenzielle Nährstoffe aufzunehmen. In ihrer neuen Studie hat ein Team rund um die Ökologin Christina Kaiser vom Zentrum für Mikrobiologie und Umweltsystemwissenschaft (CeMESS) von der Universität Wien nun herausgefunden, dass diese Mykorrhizasymbiose sehr empfindlich auf Ungleichgewichte von bestimmten Nährstoffen (Stickstoff, Phosphor und Kalium) im Boden reagiert. Die Daten stammen aus einer 70-jährigen Langzeitstudie und liefern daher besonders wertvolle Einblicke, die Wissenschafter*innen leisten damit einen wesentlichen Beitrag für eine nachhaltige Landwirtschaft. Die Ergebnisse wurden aktuell im renommierten Fachmagazin The New Phytologist veröffentlicht.
Ist meine Katze wirklich glücklich? Neue Forschung gibt Antworten
Katzen sind faszinierende Begleiter, und als Halter möchten wir natürlich, dass es ihnen gut geht. Doch wie sicher können wir sein, dass die Samtpfoten wirklich glücklich sind? Eine neue Studie der Veterinärmedizinischen Universität Wien zeigt, dass unsere Einschätzungen oft wertvoll sind, aber wichtige Faktoren übersehen werden können.
Der Haushalt als blinder Fleck der Lebensmittelsicherheit
Haushaltskühlschränke gelten als eine der wichtigsten Barrieren gegen lebensmittelbedingte Infektionen. Sie verlangsamen mikrobielles Wachstum, verlängern Haltbarkeiten und sind ein zentraler Bestandteil der Kühlkette. Eine neue Studie der Vetmeduni zeigt nun jedoch, dass Kühlschränke weit mehr sind als inerte Aufbewahrungsorte: Sie stellen komplexe, dynamische mikrobielle Lebensräume dar – mit direkter Relevanz für Lebensmittelsicherheit, Hygiene und Antibiotikaresistenz.
Neue bahnbrechende Berechnungsmethode für Klimaextreme
Wie stark nehmen Hitze, Überschwemmungen, Dürre und Stürme durch den menschengemachten Klimawandel zu? In einer bahnbrechenden Arbeit hat Klimaforscher Gottfried Kirchengast mit seinem Team an der Universität Graz eine neue Methode zur Berechnung von Gefahren durch Extremereignisse entwickelt: In beliebigen Regionen weltweit können damit alle wichtigen Gefahrengrößen für Ereignisse wie Hitzewellen, Hochwasser und Dürren berechnet werden, und das mit bisher unerreichtem Informationsgehalt. In einer Anwendung für Europa fanden die Forschenden eine rund zehnfache klimawandelbedingte Verstärkung der Hitzeextreme in den letzten Jahrzehnten. Die im Fachjournal Weather and Climate Extremes erschienene Studie schafft auch die Basis für eine bessere Quantifizierung der Schäden für Menschen, Ökosysteme und Infrastruktur.
Paradigmenwechsel zur Entstehung komplexen Lebens? – Hinweise auf frühe Sauerstoff-basierte Energiegewinnung
Für das Überleben früher Eukaryoten (Lebewesen mit Zellkern) nach dem Anstieg des atmosphärischen Sauerstoffs vor mehr als zwei Milliarden Jahren galt bislang die Aufnahme eines Bakteriums in eine Wirtszelle als Schlüsselereignis. Eine in Nature publizierte Studie unter Beteiligung der Universität Wien und unter Leitung der University of Texas in Austin liefert nun Hinweise, dass die Fähigkeit zur Nutzung von Sauerstoff bereits vor dieser so genannten Endosymbiose angelegt gewesen sein könnte und der archaeale Wirt bioenergetisch besser ausgestattet gewesen sein dürfte als bisher angenommen.
Glück im Alter: Das Zusammenleben zählt mehr als der Trauschein
Wer sagt, dass die großen Schmetterlinge im Bauch nur der Jugend vorbehalten sind? Eine neue Studie der Psychologin Iris Wahring von der Universität Wien und ihrem internationalen Team zeigt: Wenn Menschen über 50 eine neue Partnerschaft eingehen und diesen Weg durch das Zusammenziehen besiegeln, steigt ihre Lebenszufriedenheit deutlich an. Die Studie rückt zudem eine gängige Annahme gerade: Bei Paaren, die bereits zusammenleben, ist eine spätere Hochzeit im Durchschnitt nicht mit einem weiteren Anstieg des Wohlbefindens verbunden. Die Ergebnisse wurden vor Kurzem im International Journal of Behavioral Development veröffentlicht.
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