Groß fürs Klima – Flechten und Moose wirken aufs Wetter
Die Regenwälder sind für unser globales Klima ganz entscheidend. Das ist bekannt. Neu ist, dass dafür nicht nur die gewaltigen Laubkronen der Baumriesen verantwortlich sind. Unscheinbare Moose und Flechten tragen ebenso dazu bei, dass sowohl die Bindung von Schadstoffen als auch die Selbstreinigung der Atmosphäre funktioniert. Das haben BiologInnen der Universität Graz als Mitglieder eines internationalen Teams im Amazonasgebiet erforscht.
Musikhören hilft gegen Stress und körperliche Beschwerden
Das Hören von Musik im Alltag kann stressreduzierend wirken und körperliche Symptome lindern. Das zeigen Psycholog*innen der Universität Wien in einer aktuellen Studie in "Scientific Reports". Personen mit chronischen körperlichen Leiden beantworteten dazu regelmäßig Fragen zum subjektiven Befinden und zu ihrem Musikhörverhalten. Parallel dazu wurden biologische Indikatoren für Stress im Speichel erhoben, um mögliche psychobiologische Mechanismen zu erforschen, die diesen positiven Effekten zugrunde liegen. Auch die Art der Musik spielte dabei eine Rolle.
Neue Klasse galaktischer Nebel entdeckt
Einem internationalen Team von Astronomen um Stefan Kimeswenger vom Institut für Astro- und Teilchenphysik der Universität Innsbruck ist es gemeinsam mit wissenschaftlichen Laien gelungen, eine neue Klasse von galaktischen Nebeln zu identifizieren. Diese Entdeckung liefert einen wichtigen Baustein im Verständnis für die Entwicklung von Sternen und zeigt gleichzeitig die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit zwischen universitärer Forschung und „Community Science“.
Start des bisher größten Spiegelteleskops „Webb“ in den Weltraum
Mit einem Spiegeldurchmesser von 6,5 Metern wird das James Webb Space Telescope (Webb) das mit Abstand größte Spiegelteleskop im Weltraum sein. Webb ist der Nachfolger des bekannten Hubble-Teleskops. Mit dem neuen Weltraumteleskop wollen Forscher*innen aus aller Welt noch tiefer in die Ursprünge des Universums eintauchen. Astrophysiker Manuel Güdel von der Universität Wien war an der Entwicklung des Teleskops beteiligt.
Wie tropische Wälder mit Dürre umgehen
Vielfalt an Wassernutzungsstrategien von Pflanzen macht tropischen Wald widerstandsfähiger gegen extreme Dürren.
Floren verlieren weltweit an Einzigartigkeit – „Faktor Mensch“ verstärkt diesen Effekt
Selbst weit voneinander entfernte Regionen unseres Planeten werden sich in ihren Floren immer ähnlicher. Grund ist die Ausbreitung gebietsfremder Pflanzenarten, so das Ergebnis eines globalen Forschungsprojektes der Universität Konstanz unter Beteiligung von Forscher*innen der Universität Wien um Franz Essl und Bernd Lenzner. Die Studie erscheint aktuell in Nature Communications.
Kleine Insekten, große Verluste: Pestizide setzen den Ameisen massiv zu
Ärger gibt‘s, wenn sie ihre Straße quer durch die Wohnung legen. Bewunderung für ihre kunstfertigen Haufen im Wald. Und dann ist oft schon Schluss mit der Aufmerksamkeit für Ameisen. Dabei ist ihr Bestand weltweit massiv bedroht und damit unser ganzes Ökosystem gefährdet. Bereits geringe Dosen von Pestiziden wie Glyphosat setzen den Tieren massiv zu, wie ZoologInnen der Universitäten Graz und Regensburg nachweisen konnten. Die Umweltgifte wirken sich negativ auf Größe und Fortpflanzung aus.
Res.Q Bots: Wenn Roboter zu Helden werden
Roboter, die in Katastrophenszenarien zu Rettern in der Not werden? Damit beschäftigt sich seit Herbst 2020 das Res.Q Bots Team der FH Campus Wien.