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Andere beschützen ist ein intuitives Verhalten

Wir lernen sehr schnell, Verhaltensweisen zu vermeiden, die uns schaden. Dabei ist Schmerz ein starkes Lernsignal: Er sagt uns sofort, welche unserer Handlungen gefährlich sind. Aber als soziale Lebewesen müssen wir auch berücksichtigen, welche Konsequenzen unsere Handlungen für unsere Mitmenschen haben. Wie funktioniert "prosoziales" Lernen und wie werden prosoziale Lernprozesse und Entscheidungen im Gehirn umgesetzt? Diese Fragen haben Forscher*innen um Claus Lamm an der Fakultät für Psychologie der Universität Wien untersucht. Sie konnten zeigen, dass Menschen sogar besser darin sind, ihre Artgenossen vor Schmerzen zu beschützen als sich selbst. Die Ergebnisse der Studie erscheinen aktuell in der Fachzeitschrift "The Journal of Neuroscience".

Spiel mit Menschen verbessert Lernerfolg von Hunden langfristig

Erregende und emotionale Situationen – wie das Spiel des Menschen mit dem Hund – verbessern die kognitive Leistung und die Einprägsamkeit von Erlerntem. Das konnte kürzlich eine Studie der Vetmeduni Vienna in Kollaboration mit der University of Lincoln (UK) zeigen. Eine soeben in der renommierten Fachzeitschrift „Animals“ erschienene Nachfolgestudie der Vetmeduni Vienna belegt nun, dass dieser verbesserte Trainingseffekt auch nach einem Jahr deutlich nachweisbar ist. Eine neue Erkenntnis, die insbesondere für die Schulung und das Training von Begleit- und Diensthunden von großer Bedeutung ist.

Klimageschichte: Das bislang präziseste Geothermometer

Neue Perspektiven in der Klimarekonstruktion: Ein durch ein internationales Forscher_innen-Team entwickeltes neuartiges Verfahren erlaubt einen noch präziseren Blick weit in die Vergangenheit. Christoph Spötl vom Institut für Geologie stellte dazu entscheidende Proben aus Höhlen in Österreich zur Verfügung. Die Ergebnisse sind ein analytischer Durchbruch und wurden nun im renommierten Fachmagazin „Nature Communications“ veröffentlicht.

Fernuniversität Österreich: Die Studien-Alternative in Coronazeiten?

Aufgrund des hohen, durch das Corona-Virus entstandenen Infektionsrisikos hat sich der Alltag vieler Studenten erheblich verändert. Viele Bildungseinrichten waren oder sind nach wie vor geschlossen. Außerdem gehen bei Kursen und Vorlesungen stets ein ungutes Gefühl, sowie die Angst vor einer möglichen Ansteckung um. Viele Bildungsangebote wurden nun jedoch angepasst und lassen sich so auch von daheim aus wahrnehmen. Das wirft bei Studenten und Studieninteressierten die Frage auf, ob eine Fernuniversität jetzt nicht ohnehin die bessere Lern-Alternative wäre.

Die Plastikwelle stoppen

Die Verschmutzung der Umwelt durch Kunststoffe ist ein allgegenwärtiges und wachsendes Problem. Ein Team aus internationalen Forscher*innen um Martin Stuchtey von der Universität Innsbruck zeigt nun mögliche Lösungsansätze und Maßnahmen auf, um der Plastikverschmutzung der Meere zu begegnen. Die methodischen Grundlagen dafür wurden im Fachmagazin Science veröffentlicht. Ergebnis: Sofortige, global koordinierte Maßnahmen können die Verschmutzung durch Kunststoffe bis 2040 um fast 80 Prozent reduzieren.

Weniger Spielraum als gedacht: Mikrowelt im Boden beschleunigt Klimawandel

Taut der Permafrost in der Arktis auf, könnten immense Mengen Kohlenstoff freigesetzt werden. Wie viel genau, wird in Klimamodellen berechnet. Erstmals wurde von einem internationalen Forschungskonsortium unter Beteiligung von Andreas Richter von der Universität Wien der so genannte "Priming-Effekt" mit einbezogen: Pflanzen, die in auftauendem Permafrost wurzeln, geben Kohlenstoff in den Boden ab und aktivieren damit Mikroorganismen. Das führt letztendlich zu einer erhöhten Freisetzung von Treibhausgasen aus dem Permafrost. Das Ergebnis der Studie: Allein durch den Priming-Effekt könnten bis zum Jahr 2100 zusätzlich 40 Gigatonnen Kohlenstoff in die Atmosphäre gelangen. Die Studie erscheint in Nature Geoscience.