Meiose: Mut zur Lücke!
Ohne Meiose gibt es keine Geschlechtszellen für die sexuelle Fortpflanzung. Während der Meiose paaren sich väterliche und mütterliche Chromosomen und tauschen Teile ihrer DNA in einem Prozess namens Rekombination aus. Um den Austausch zu beginnen, zerbrechen die Zellen aktiv den Doppelstrang ihrer DNA an mehreren Stellen. Wissenschafter*innen aus der Forschungsgruppe von Franz Klein der Abteilung für Chromosomenbiologie an den Max Perutz Labs, ein Joint Venture der Universität Wien und der Medizinischen Universität Wien, haben nun entdeckt, dass Chromosomen dabei ganze DNA-Stücke freisetzen können. Dies geschieht durch jeweils zwei benachbarte Doppelstrangbrüche, wodurch Lücken im Chromosom entstehen. Obwohl die entstehenden Lücken das Risiko von Mutationen bergen, könnten sie auch eine bisher unbekannte Quelle evolutionärer Diversität sein. Die Studie erscheint als "research article" in Nature.
Hemmstoff mit Potenzial
ForscherInnen ebnen Weg für die Entwicklung neuer Tumor-Medikamente
Dunkle Seiten des Sterns
Uni-Graz-PhysikerInnen erkennen Löcher in der Sonnenatmosphäre mit Künstlicher Intelligenz
Naher Gammastrahlenblitz lässt Modelle wanken
Mit den H.E.S.S.-Teleskopen in Namibia konnten Wissenschaftler - darunter Astrophysiker der Universität Innsbruck - das bislang längste Nachglühen eines Gammastrahlenblitzes in relativ geringer Entfernung von der Erde verfolgen. Diese Blitze begleiten die Geburt stellarer schwarzer Löcher und gehen mit enormen kosmischen Explosionswellen einher. Dabei entsteht Strahlung, die das Billionenfache von Photonen des sichtbaren Lichts erreichen kann. Diese nun in der Fachzeitschrift Science veröffentlichen Beobachtungen stellen die bisherige Theorie zur Entstehung dieser hochenergetischen Strahlung in Frage.
Die Universität Wien bekommt ein neues Biologiezentrum für 5.000 Studierende
Die BIG hat den 19.000 m² großen Neubau mit der charakteristischen Klinkerfassade als klimafreundliches Universitätsgebäude errichtet
Klimawandel: weltweit entstehen tote Zonen in Seen
Mit dem Fortschreiten des Klimawandels erwärmen sich auch die Seen, die Sauerstoffkonzentration im Wasser sinkt und tote Zonen entstehen. Ruben Sommaruga vom Institut für Ökologie an der Uni Innsbruck und ein internationales Team von Forscher*innen konnte erstmals in einer Studie mit 393 Seen auf der ganzen Welt diese dramatische Entwicklung unter der Leitung von Kevin C. Rose und Stephen F. Jane vom Rensselaer Polytechnic Institute (USA) zeigen. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin Nature veröffentlicht.
Japangraben: Tiefsee-Expedition bricht zwei Rekorde
Offshore-Phase der IODP-Expedition 386 erfolgreich abgeschlossen 50 Tage auf hoher See, Sedimentbohrkerne mit einer Gesamtlänge von 832 Metern und zwei neue Tiefenrekorde im internationalen Tiefseebohrprogramm mit über 8000 Metern unter dem Meeresspiegel: Die Offshore-Phase der Expedition 386 „Japan Trench Paleoseismology“ im Rahmen des Internationalen Ozeanbohrprogramms IODP wurde erfolgreich abgeschlossen. Die Expedition verfolgt das Ziel, vergangene Starkbeben vor der Küste Japans zu erforschen und damit Erdbebengefahren in Zukunft besser einschätzen zu können. Geleitet wird die Expedition von Prof. Michael Strasser vom Institut für Geologie der Uni Innsbruck und von Dr. Ken Ikehara vom Geologischen Dienst (AIST) in Japan.
BIG ART: Wie ein Baum zum Kunstwerk wird
Der Künstler Mark Dion hat für das künftige Biologiezentrum der Universität Wien ein Gewächshaus entworfen, in dem ein Baumstamm als Skulptur weiterlebt. Das "Vivarium St. Marx" ist ein Kunst & Bau-Projekt von BIG ART, der Kunstinitiative der BIG (Bundesimmobiliengesellschaft).