Menschliche Voreingenommenheit prägt das Verhalten von Tieren
Wie objektiv sind Verhaltenstests mit Tieren, wenn Menschen anwesend sind? Eine neue Studie der Veterinärmedizinischen Universität Wien in Zusammenarbeit mit der Universität Wien und Partnern zeigt, dass bewusste und unbewusste Einstellungen von Menschen messbar beeinflussen können, wie sich Tiere in standardisierten Tests verhalten. Das könnte Ergebnisse verzerren und vermeintliche Artunterschiede überbetonen. Solche Effekte dürften zudem den Alltag der Mensch Tier Interaktion prägen – mit Folgen für Tierwohl, Sicherheit und Entscheidungen auf Basis von Verhaltensbeurteilungen.
Wahl der Baumart beeinflusst städtische Luftqualität
Ein Forschungsteam der Universität Innsbruck und der Jinan-Universität hat in Peking untersucht, wie Hitze und Baumemissionen gemeinsam mit Stickoxiden die Bildung von bodennahem Ozon in Städten verstärken – mit einem klaren Ergebnis: Die Baumart macht den Unterschied.
Mehr Sonne, mehr UV-Risiko
Eine europaweite Untersuchung, an der die Veterinärmedizinische Universität Wien (Vetmeduni) maßgeblich beteiligt ist, zeigt, dass die hautwirksame UV Strahlung zwischen 2013 und 2022 an vielen Orten in Europa spürbar zugenommen hat. An 26 von 40 Messstationen wurden klare Anstiege gemessen. Ein Trend, der unseren Alltag und den Sonnenschutz zunehmend betrifft.
Persönliche Erwartungen ans Älterwerden formen unser Sozialleben
Was wir vom eigenen Älterwerden erwarten, bleibt nicht nur eine Vorstellung. In zwei aktuellen Studien zeigt ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Psychologin Christina Ristl von der Universität Wien, dass unsere Erwartungen an das eigene Alter unser Sozialleben über Jahre hinweg mitgestalten und sogar beeinflussen können, wie wir alltägliche Begegnungen erleben. Die Ergebnisse sprechen für einen psychologischen Mechanismus, der als "selbsterfüllende Prophezeiung" (selfullfilling prophecy) bekannt ist. Die Ergebnisse wurden aktuell in den Fachmagazinen Psychology and Aging und Journal of Gerontology: Series B Psychology and Social Sciences veröffentlicht.
Gehirnscans zeigen: Hunde können Emotionen in menschlichen Gesichtern unterscheiden
Wissenschafter*innen – und Hundeliebhaber*innen – wissen schon lange, dass Hunde bemerkenswert gut darin sind, menschliches Lachen, Stirnrunzeln und Tränen zu deuten. Doch die biologischen Grundlagen dieser Fähigkeit waren bislang weitgehend unerforscht – bis jetzt. In einer aktuellen Studie, die in der Cell-Press-Zeitschrift iScience veröffentlicht wurde, warfen Forscher*innen der Universität Wien einen Blick in die Gehirne von Hunden, während diese Bilder verschiedener Gesichtsausdrücke betrachteten. Die Gehirnscans zeigten, dass Hunde menschliches Lächeln auf einzigartige Weise verarbeiten, und lieferten erstmals den Nachweis, dass Hunde zwischen bestimmten negativen Gesichtsausdrücken unterscheiden können.
Kulturerbe retten: Grazer Forschende machen Römersteine wieder lesbar
Was zur Zeit der Römer in Stein gemeißelt wurde, bewahren Forschende der Uni Graz und TU Graz vor dem Verschwinden. Sie haben eine einfache und kostengünstige Methode entwickelt, um Inschriften auf Grabmälern und Weihealtären, die verwittert sind oder beschädigt wurden, wieder lesbar zu machen. Derzeit testen sie das Verfahren an Römersteinen in mehreren Orten der Steiermark. Ziel ist, auch anderen Historiker:innen ein Werkzeug in die Hand zu geben, um Kulturerbe zu bewahren, wenn teure Forschungsgeräte nicht verfügbar sind. Die Methode wurde kürzlich im Wissenschaftsjournal Heritage Science publiziert.
Vor dem Studium ins Ausland: Wie ein Highschooljahr bei der Studienwahl helfen kann
Die Zeit vor der Matura ist für viele Jugendliche mit Unsicherheit verbunden. Einige wissen schon früh, welches Studium sie beginnen möchten. Andere schwanken zwischen mehreren Fachrichtungen oder haben noch keine klare Vorstellung davon, wie es nach der Schule weitergehen soll. Informationsveranstaltungen, Gespräche mit Studierenden und Studienportale können bei der Orientierung helfen. Sie ersetzen jedoch nicht die Erfahrung, sich selbst in einer neuen Umgebung zu erleben und die eigenen Interessen außerhalb des vertrauten Alltags zu prüfen.
Neugier statt Nachahmung: Welpen überimitieren (noch) nicht
Welpen imitieren irrelevante Handlungen (noch) nicht – zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des Messerli Forschungsinstituts der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Untersucht wurden 54 sechs bis acht Wochen alte Hundewelpen, die noch bei ihren Züchterinnen und Züchtern mit Mutter und Wurfgeschwistern lebten – also vor der Adoption und wahrscheinlich noch bevor eine enge Mensch-Hund-Bindung zu einer Bezugsperson entsteht.