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Chemikalienwolke wirkt individuell

Der Mensch ist lebenslang täglich Hunderten von Umweltchemikalien ausgesetzt. Pestizide, Lebensmittelkontaminanten, Verpackungschemikalien, Fremdöstrogene und anderen Stoffe gelangen dabei vor allem über die Nahrung in den menschlichen Körper. Die relativ junge Exposom-Forschung untersucht, wie diese Umweltfaktoren unseren Organismus und damit unsere Gesundheit beeinflussen können. Einblicke liefern am Dienstag, 5. November, 19 Uhr ExpertInnen im Rahmen einer Podiumsdiskussion "Umwelt im Gespräch" vom Forschungsnetzwerk Umwelt der Universität Wien im Naturhistorischen Museum Wien.

Staphylokokken: Forschungsteam entdeckt neuen Mechanismus der Persistenz bei chronischen Infektionen

Weltweit erstmals gelang einem internationalen Forschungsteam der Vetmeduni Vienna der Nachweis eines neuen Mechanismus der Persistenz des Bakteriums Staphylococcus aureus (S. aureus). Von großer Relevanz ist diese grundlegende Erkenntnis, da S. aureus nicht nur der bekannteste, sondern für den Menschen auch einer der gefährlichsten multiresistenten Krankenhauskeime ist. Erforscht wurde dieser neue bakterielle Weg der Persistenz innerhalb einer Milchkuh – was auch deshalb von Bedeutung ist, da dies das Wohlergehen der Tiere, die Lebensmittelsicherheit und die Milchproduktion beeinflusst.

Die nackte Wahrheit: Wenn ein Mikroorganismus seine Hüllen fallen lässt

Mikroorganismen besitzen eine besonders schützende Zellwand – die sogenannte S-Schicht. Aber was passiert, wenn diese entfernt wird? Ein Team um Christa Schleper vom Department für Ökogenomik und Systembiologie der Universität Wien hat eine Methode, basierend auf einer CRISPR-Genschere entwickelt, um die Zellwand abzulösen und so ihre Funktion genauer zu untersuchen. Die ForscherInnen zeigen in ihrer aktuellen Studie, dass die fehlende S-Schicht einen großen Effekt auf die Zellteilung und die Infektion mit Viren hat. Die Publikation erscheint in Nature Communications.

Interview: „Ghostwriting gehört zum akademischen Alltag des 21. Jahrhunderts“

Ghostwriter helfen Studierenden beim Schummeln, indem sie Hausübungen oder sogar Abschlussarbeiten in deren Namen verfassen – selbstverständlich gegen Bezahlung. Thomas Nemet ist Doktor der Philosophie und leitet seit über 15 Jahren die Ghostwriter-Agentur ACAD WRITE. Wir haben mit ihm über Ghostwriting an österreichischen Unis philosophiert.

Artenvielfalt nutzt der Landwirtschaft

Rund 20 Prozent der Agrarflächen weltweit bringen heute weniger Erträge als vor 20 Jahren. Schuld daran sei der Mensch, so die Welternährungsorganisation FAO: Er habe nicht genug für den Schutz des Artenreichtums getan. Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung der Agrarökologin Bea Maas vom Department für Botanik und Biodiversitätsforschung der Universität Wien belegt in einer neuen Studie in "Science Advances" die Vorteile von Artenvielfalt für die Landwirtschaft: Agrarflächen mit größerer Artenvielfalt sind besser vor schädlichen Insekten geschützt, fördern die Bestäubung und produzieren höhere Erträge.

Kleine Teilchen führen zu helleren Wolken in den Tropen

Hellere Wolken beeinflussen unser Klima. Sie reflektieren mehr Sonnenenergie und das wiederum kühlt die Atmosphäre. Aufsteigende tropische Luftmassen transportieren Gase in die obere Atmosphäre, die dort winzige Partikel bilden und einen Prozess ins Rollen bringen, der letzten Endes Wolken aufhellen kann. Diesen Vorgang hat ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung von AerosolphysikerInnen um Bernadett Weinzierl von der Universität Wien untersucht und publiziert dazu aktuell in der Fachzeitschrift "Nature". Mit den neuen Daten könnten künftig Klimamodelle verbessert werden.

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