Wie wird das Angebot der Studieninhalte angenommen, wie hoch ist der Anteil und das Ausmaß an Erwerbstätigkeit neben dem Studium, wie ergeht es Studierenden mit Kindern und welche anderen sozialrelevanten Themen beschäftigen Studierende in Österreich? Diesen Fragen geht der Bericht zur sozialen Lage der Studierenden nach. Österreichweit waren rund 325.000 Studierende aller Hochschulsektoren eingeladen, an der Erhebung teilzunehmen, 48.000 haben schließlich ein Votum abgegeben.  Studierende der heimischen Privatuniversitäten konnten sich bereits zum zweiten Mal mit ihrer Stimme einbringen. Karl Wöber, der Präsident der Österreichischen Privatuniversitätenkonferenz ÖPUK zeigt sich erfreut über die Ergebnisse. „Die Bewertung der Qualität der Lehre ist im Vergleich zu anderen Sektoren außergewöhnlich gut und auch die Weiterempfehlungsrate liegt deutlich über dem Niveau der staatlich finanzierten Universitäten. Besonders freut uns aber, wie hoch uns die Studierenden hinsichtlich der Unterstützung bei der Organisation ihres Studiums bewerten. In dieser Frage liegen wir fast 20 Prozentpunkte vor den staatlichen Universitäten. Die Investitionen in Qualität und die Angebotsbreite machen sich nun bezahlt. Wir sehen das auch an den Anmeldezahlen, die, trotz der Corona-Krise, bei den meisten Privatuniversitäten wieder einen zweistelligen Zuwachs an Studierenden im kommenden Studienjahr erwarten lassen.“

Effizientes Studium mit rascher Einbindung in den Arbeitsmarkt

Die Umfrageergebnisse zeigen, dass Studierende an Privatuniversitäten im Verhältnis zu staatlichen Universitäten zwar mehr Zeit für ihr Studium aufbringen müssen, zugleich aber die Studierbarkeit höher bewertet wird. Karl Wöber findet folgende Erklärung: „An Privatuniversitäten wird intensiver und fokussierter studiert. Das Ergebnis sind kürzere Studienzeiten, ein insgesamt effizienteres Studium und eine raschere Einbindung in den Arbeitsmarkt.“ Studierende an Privatuniversitäten bewerten ihre Lehrenden außerdem besonders häufig positiv. Hinzu kommt, dass die Privatuniversitäten in stark nachgefragten Fächern wie Medizin, Zahnmedizin, Psychologie, Musik und Wirtschaft mittlerweile schon einen bedeutenden Anteil der nationalen Studienplätzen stellen, was die Studierenden sehr positiv bewerten. Der ÖPUK-Präsident dazu: „Wir nehmen an, dass die Anzahl der Studierenden an Privatuniversitäten auch in den nächsten Jahren weiter wachsen wird. Das ist gut so, denn laut einer aktuellen OECD-Studie hat Österreich im Ländervergleich zwar überdurchschnittlich hohe Ausgaben im Bereich Lehre und Forschung, rangiert zugleich aber unter den Ländern mit dem geringsten Privatfinanzierungsanteil im Hochschulbereich. Hier gibt es in Zukunft noch einiges aufzuholen.“

Die gesamte Studie ist zum Download verfügbar:
www.sozialerhebung.at