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Quanten-Computing: Wenn Unwissenheit erwünscht ist

Quantentechnologien für Computer eröffnen neue Konzepte zur Wahrung der Privatsphäre von Ein- und Ausgabedaten einer Berechnung. Wissenschaftler*innen der Universität Wien, der Singapore University of Technology and Design und der Polytechnischen Universität Mailand haben gezeigt, dass optische Quantensysteme für manche Quantenberechnungen nicht nur besonders geeignet sind, sondern auch die dazugehörigen Ein- und Ausgabe-Daten effektiv verschlüsseln lassen. Diese Demonstration einer sogenannten quantenhomomorphen Verschlüsselung einer Quantenberechnung wurde nun in "NPJ Quantum Information" veröffentlicht.

Kinderstube: Krokodiliden verhalten sich bereits als Schlüpflinge unterschiedlich

Erwachsene Krokodilkaimane haben mehrere natürliche Feinde. Die nahe verwandten Mississippi-Alligatoren hingegen sind größer und deshalb durch Räuber nicht gefährdet. Beiden Krokodilarten ist allerdings eines gemein: Ihre Schlüpflinge sind zu Beginn sehr klein. Eine möglichst unauffällige Verhaltensweise der Jungen sollte sie vor potenziellen Fressfeinden bewahren – so die logische Annahme. ForscherInnen des Konrad-Lorenz-Instituts für Vergleichende Verhaltensforschung (KLIVV, Vetmeduni Vienna) und der Universität Lincoln (Großbritannien) führten vergleichende Studien mit Schlüpflingen von Mississippi-Alligatoren und Krokodilkaimanen durch. Das Ergebnis: Alligatoren neigen eher dazu, ihre Umgebung aktiv zu erkunden als Kaiman-Sprösslinge. Die WissenschafterInnen vermuten, dass dieser Unterschied auf den Schutz der Jungen durch das Muttertier zurückzuführen ist. Die Studie wurde im Journal „Animal Cognition“ veröffentlicht.

Elefanten bilden sich kein Urteil über Menschen

Elefanten sind sehr kooperative Tiere. WissenschafterInnen der Vetmeduni Vienna untersuchten deshalb, wie Elefanten mit Menschen zusammenarbeiten, und ob sie dafür Schlüsse aus Beobachtungen ziehen. Im Experiment zeigte sich, dass die Tiere bei der Entscheidung zur Kooperation nicht zwischen kooperativen und nicht kooperativen Menschen unterscheiden – ein für die WissenschafterInnen überraschendes Ergebnis, für das möglicherweise Herausforderungen beim Studiendesign verantwortlich sein könnten. Denn andere wissenschaftliche Belege deuten durchaus darauf hin, dass sich Elefanten über Menschen Urteile bilden.

Weißbüschelaffen mit Persönlichkeit

Seit jeher werden Unterschiede in den Persönlichkeiten von Menschen thematisiert. Bei Tieren wurde dieser Aspekt hingegen lange ignoriert. Die Frage nach der Persönlichkeit hat aber jüngst an Forschungsinteresse gewonnen, da die evolutionäre und ökologische Bedeutung der Persönlichkeit bei Tieren erkannt wurde. Ein internationales Team von Verhaltensbiolog*innen aus Österreich, Brasilien und den Niederlanden mit Vedrana Šlipogor von der Universität Wien als Hauptautorin der Studie entwarf nun eine Reihe von Aufgaben, um die Persönlichkeit von Weißbüschelaffen beurteilen zu können. Die Ergebnisse wurden im "American Journal of Primatology" veröffentlicht.

Wie entstehen Hangrutschungen auf dem Mars?

Die Beschaffenheit der Marsoberfläche ist Gegenstand von Untersuchungen, die sich vor Ort nicht immer einfach gestalten: Analog-Untersuchungen in Regionen auf der Erde, die den Bedingungen auf dem Mars nahekommen, lassen aber neue Schlüsse zu. Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung von Christian Köberl, Professor für Planetare Geologie und Impaktforschung an der Universität Wien, hat so auf der Basis von Untersuchungen in der Antarktis eine neue Hypothese über die Ursachen von Erdrutschen auf dem Mars entwickelt. Die Arbeit erscheint aktuell in "Science Advances".