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Kulturerbe retten: Grazer Forschende machen Römersteine wieder lesbar

Was zur Zeit der Römer in Stein gemeißelt wurde, bewahren Forschende der Uni Graz und TU Graz vor dem Verschwinden. Sie haben eine einfache und kostengünstige Methode entwickelt, um Inschriften auf Grabmälern und Weihealtären, die verwittert sind oder beschädigt wurden, wieder lesbar zu machen. Derzeit testen sie das Verfahren an Römersteinen in mehreren Orten der Steiermark. Ziel ist, auch anderen Historiker:innen ein Werkzeug in die Hand zu geben, um Kulturerbe zu bewahren, wenn teure Forschungsgeräte nicht verfügbar sind. Die Methode wurde kürzlich im Wissenschaftsjournal Heritage Science publiziert.

Vor dem Studium ins Ausland: Wie ein Highschooljahr bei der Studienwahl helfen kann

Die Zeit vor der Matura ist für viele Jugendliche mit Unsicherheit verbunden. Einige wissen schon früh, welches Studium sie beginnen möchten. Andere schwanken zwischen mehreren Fachrichtungen oder haben noch keine klare Vorstellung davon, wie es nach der Schule weitergehen soll. Informationsveranstaltungen, Gespräche mit Studierenden und Studienportale können bei der Orientierung helfen. Sie ersetzen jedoch nicht die Erfahrung, sich selbst in einer neuen Umgebung zu erleben und die eigenen Interessen außerhalb des vertrauten Alltags zu prüfen.

Neugier statt Nachahmung: Welpen überimitieren (noch) nicht

Welpen imitieren irrelevante Handlungen (noch) nicht – zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des Messerli Forschungsinstituts der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Untersucht wurden 54 sechs bis acht Wochen alte Hundewelpen, die noch bei ihren Züchterinnen und Züchtern mit Mutter und Wurfgeschwistern lebten – also vor der Adoption und wahrscheinlich noch bevor eine enge Mensch-Hund-Bindung zu einer Bezugsperson entsteht.

Neue Technologie der Uni Graz macht verborgene Eigenschaften von Tumorzellen sichtbar

Es klingt nach Science-Fiction, könnte aber in Zukunft die Krebsforschung voranbringen: Ein Team der Universität Graz unter der Leitung des Physikers Jan Enenkel entwickelt ein neues Laborgerät mit Lasertechnologie, mit dem einzelne Tumorzellen untersucht werden können. Die Idee erinnert an den medizinischen Tricorder aus der Filmserie Star Trek – allerdings als hochpräzise Messplattform. Ein Spin-off-Fellowship der Fördergesellschaft FFG unterstützt die Entwicklung der Technologie an der Uni Graz mit rund 500.000 Euro.

Vitamin E als Schlüssel: Pharmazeut hat Substanz gefunden, die Entzündungen „abschaltet“

Alzheimer, Adipositas oder Atherosklerose: Viele Zivilisationskrankheiten werden von einer Entzündung vorangetrieben oder begleitet. „Therapien zielen meistens darauf ab, das Fortschreiten der Inflammation zu blockieren. Für eine langfristige Heilung muss sie aber vollständig aufgelöst werden“, weiß Andreas Koeberle, Pharmazeut an der Universität Graz. Im Normalfall leistet der Körper diese Arbeit selbst. Funktioniert dieser Prozess allerdings nicht einwandfrei, können chronische Entzündungen entstehen, die etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs begünstigen.

Verborgene Strukturen im Orionnebel entdeckt

Ein internationales Team unter der Leitung von Juan Diego Soler von der Universität Wien hat mithilfe zweier der weltweit leistungsstärksten Radioteleskope bislang verborgene Strukturen innerhalb des Orionnebels aufgedeckt. Das Projekt lieferte die bislang schärfsten Karten des neutralen Wasserstoffs in dieser Region massereicher Sternentstehung. Die Ergebnisse zeigen die komplexe Wechselwirkung von Sternentstehungsgebieten mit ihrer Umgebung und deuten darauf hin, dass der Orionnebel nicht durch eine einzelne expandierende Blase, sondern durch mehrere Episoden stellaren Feedbacks geprägt wurde. Die neuen Erkenntnisse zeigen, dass unser bisheriges Bild von Sternentstehung noch lückenhaft ist. Die Studie wurde aktuell im Fachjournal "Astronomy & Astrophysics" veröffentlicht.

Wann beginnen wir zu tanzen? – Wie Babys auf Musik reagieren

Menschen aller Kulturen teilen die Fähigkeit, Musik zu erkennen und mit Bewegung darauf zu reagieren. Während die Verarbeitung von Musik bei Erwachsenen bereits gut erforscht ist, war bisher offen, wie und wann Säuglinge beginnen, gehörte musikalische Reize in spontane Körperbewegungen umzusetzen. Dieser Frage ist ein internationales Forschungsteam unter Leitung von Trinh Nguyen und Stefanie Höhl von der Universität Wien und Giacomo Novembre vom Italienischen Institut für Technologie (IIT) in einer aktuellen Studie nachgegangen. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass das Gehirn Musik zwar schon ab dem dritten Lebensmonat verarbeitet, sich komplexe Bewegungsmuster als Reaktion auf die Musik jedoch erst gegen Ende des ersten Lebensjahres entwickeln. Die Studie erscheint aktuell im Fachjournal eLife.