East Asian Economy and Society

Das Masterstudium East Asian Economy and Society (EcoS) ist ein multidisziplinäres Studium, das sich mit aktuellen gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Aspekten der gesamten ostasiatischen Region befasst. Es wird am Institut für Ostasienwissenschaften der Universität Wien in englischer Sprache angeboten.

Wir betrachten Ostasien nicht nur als die Summe der Länder in dieser Region. Anstatt „Light-Versionen“ der chinesischen, japanischen oder koreanischen Studien anzubieten, konzentrieren wir uns auf aktuelle transnationale und regionale Themen sowie auf vergleichende Ansätze. Angesichts der gemeinsamen Traditionen sowie der zunehmenden Wechselbeziehung zwischen Nordostasien (China, Japan und den beiden koreanischen Ländern) und Südostasien haben wir unsere regelmäßigen Aktivitäten in Forschung und Lehre auf die ASEAN-Länder ausgeweitet.

Wir glauben, dass es unmöglich ist, ein angemessenes Verständnis regionaler und länderspezifischer Fragen zu erreichen, ohne eine solide Grundlage in etablierten sozialwissenschaftlichen Theorien und Methoden zu haben. Das Erlernen und Anwenden solcher Methoden ist daher ein zentrales Merkmal dieses Studiums. Jedoch können selbst die besten methodischen Fähigkeiten nicht zu optimalen Ergebnissen führen, wenn sie nicht im passenden Kontext angewendet werden. Historische und kulturelle Traditionen, Bräuche und Werte begrenzen die Anzahl der tatsächlich verfügbaren Optionen und beeinflussen die Wahlmöglichkeiten in ostasiatischen Gesellschaften wie anderswo. Es ist daher kein Zufall, dass dieses Studium an einem Institut für Regionalstudien angesiedelt ist.

Ziel des Masterstudiums ist es, Expert*innen für sozialwissenschaftliche Methoden auszubilden, die ihre methodischen Fähigkeiten in einem multidisziplinären Ansatz auf den ostasiatischen Raum übertragen. Dementsprechend liegt der Schwerpunkt auf transnationalen und regionalen Fragen sowie auf vergleichenden Analysen.

Das Studium

Das Studium besteht aus folgenden Modulen:

  • Pflichtmodul Ostasiatische Gegenwartssprache
  • Pflichtmodul Wirtschaft Ostasiens
  • Pflichtmodul Politik Ostasiens
  • Pflichtmodul Gesellschaft Ostasiens
  • Pflichtmodul Forschungs- und Masterkolloquium

In Modul 1 werden die Grundlagen einer ostasiatischen Sprache (Chinesisch, Japanisch oder Koreanisch) vermittelt. Studierende, die bereits einen Bachelorabschluss oder eine ähnliche Qualifikation in einer dieser Sprachen besitzen, müssen Lehrveranstaltungen in einer Sprache belegen, in der sie keinen solchen Abschluss oder eine solche Qualifikation besitzen. In den Modulen 2 und 3 untersuchen die Studierenden wirtschaftliche und politische Aspekte der ostasiatischen Regionen in vier obligatorischen Kernseminaren zu den Wirtschaftssystemen, der wirtschaftlichen Entwicklung, den politischen Systemen und den internationalen Beziehungen in Ostasien. In Modul 4 erhalten die Studierenden ein gewisses Maß an Flexibilität, wenn sie sich mit ostasiatischen Gesellschaften aus einer kulturhistorischen Perspektive auseinandersetzen, einschließlich Geschichte, Religionen und interkulturellen Verhandlungen. In Modul 5 werden zuvor erworbene Fähigkeiten aufgefrischt und auf ein Forschungsthema angewendet, das zur Masterarbeit führt. Die Studierenden schließen ihr Studium mit einer Masterprüfung in Form einer Defensio ihrer Masterarbeit ab.

Die Lehrinhalte der Module 2, 3 und insbesondere des Moduls 4 entsprechen den Forschungsschwerpunkten unserer EcoS-Mitarbeiter*innen. Dazu zählen staatssozialistische Systeme, Klimawandel, Umwelt und Energie, neue religiöse Bewegungen sowie Kooperation und Konflikte in Südostasien. Die Studierenden werden ermutigt, sich eingehender mit diesen Themen zu befassen, indem sie Präsentationen halten und Seminararbeiten und Masterarbeiten verfassen.

Dieses Masterstudium zeichnet sich durch einen internationalen Geist aus, da mehr als die Hälfte unserer Studenten aus verschiedenen Ländern in Europa oder Übersee kommen. Die Studierenden teilen ihr Wissen aus früheren Studien und schaffen so eine inspirierende und kreative Atmosphäre. Drei Studienvertretungen beraten Studierende, organisieren Tutorials und studentische Gesprächsrunden und vermitteln zwischen Studierenden und EcoS-Mitarbeiter*innen.

Fünf Begriffe

mit denen Sie sich im Studium auseinandersetzen:

  • Governance
  • Politik
  • Regionalismus
  • Ökonomie
  • Ostasien

… und viele mehr.

Nach dem Studium

Absolvent*innen besitzen die Fähigkeit, wissenschaftlich zu forschen und das gesammelte Wissen in die Praxis umzusetzen. Sie haben umfassende Kenntnisse der ökonomischen, politischen und kulturellen Gegebenheiten ostasiatischer Länder und deren Entwicklung und können dieses Wissen praxisnah einsetzen.

Je nach bestehenden bzw. erworbenen Qualifikationen ist ein beruflicher Einsatz in all jenen Bereichen möglich, die sozialwissenschaftliches, methodisches Wissen über die Region Ostasien erfordern. Zu den möglichen Berufsfeldern zählen:

  • akademische Laufbahn,
  • Tätigkeit im Bereich der Politik- oder Wirtschaftsberatung,
  • Arbeit bei sicherheitspolitisch oder entwicklungspolitisch ausgerichteten Organisationen,
  • Tätigkeit in Banken, Versicherungen und anderen international agierenden Unternehmen und
  • Berufsfelder, die sich durch das jeweilige Bachelorstudium ergeben.

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